Aquarium einrichten

Es müssen genügend Versteckmöglichkeiten für die Fische eingeplant werden. Höhlen aus Lochgestein, plattenförmige Steine, aber auch ein einfacher Teracottatopf, der umgedreht ins Becken gestellt wird, sind beliebte Verstecke. Kaufen Sie alle Dekorationartikel oder Steine für den Boden im Fachgeschäft. Denn Steine, die kalkhaltig sind und Metalleinlagerungen aufweisen, sind keinesfalls geeignet. Der Boden des Aquariums wird mit Aquarienkies ca. 2,5 cm hoch bedeckt. Am besten ist dunkler Kies(aus dem Zoofachgeschäft),denn damit kommen die Farben der Fische besser zur Geltung. Nun werden Verstecke eingebaut. Holzwurzeln, die im Zoofachgeschäft erhältlich sind, geben dem Aquarium etwas Natürliches. Somit wird die „Steindekoration“ vervollständigt. Haben sich die Wurzeln mit Wasser vollgesaugt, schwimmen sie nicht mehr oben. Wenn die Höhlen und Wurzeln eingesetzt sind, sollte man überprüfen, ob alles stabil ist. Hinter dem Dekorationmaterial oder auch hinter großen Pflanzen kann man sehr gut den Filter oder den Heizstab „verstecken“. Wasser Marsch! Stellen Sie einen Teller auf den Bodengrund, dieser verhindert beim Einfüllen des Wassers, das Aufwirbeln des Bodengrundes. Das Becken wird zu 80% mit 24-26°C warmem Wasser aufgefüllt.

Ein Thermometer erleichtert die Kontrolle. Leitungswasser ist (noch) kein Aquarienwasser! Unser Leitungswasser ist chlorhaltig, es enthält Salze und Schwermetalle und auch Desinfektionsmittel. Deshalb muß das Leitungswasser fischgerecht aufbereitet werden. Im Handel gibt es „Wasseraufbereiter für Aquarien“, welche die Schwermetalle binden, das agressive Chlor neutralisieren und vor allem die Schleimhaut der Fische schützen. Der Wasseraufbereiter wird nach Gebrauchanweisung verwendet. Nun können wir die Pflanzen setzen. Doch warum Pflanzen und welche? Pflanzen nehmen Schadstoffe, wie z.B. Nitrat, aus dem Wasser auf. Bei zu hohem Fischbestand oder übermäßiger Fütterung, steigt der Nitratwert im Wasser. Das ist für die Fische gefährlich. Auch bieten Wasserpflanzen gute Versteckmöglichkeiten, vor allem für Jungfische. Damit Wasserpflanzen auch gut wachsen, müssen einige Dinge beachtet werden. Das Wasser muß eine gute Qualität haben, die Lichtverhältnisse müssen stimmen und es müssen genügend Nährstoffe im Wasser sein. Da ein zu hoher Nitritgehalt Wasserpflanzen und Fischen gefährlich werden kann, sollte regelmäßig ein Teilwasserwechsel vorgenommen werden. Pflanzen wachsen gut, wenn – sie mindestens 12 Stunden am Tag beleuchtet werden – das Wasser die richtige Temperatur hat – der Boden gut gedüngt ist – genügend CO² vorhanden ist – genügend Spurenelemente und Nährstoffe vorhanden sind. Zu beachten ist auch, daß man weder zu wenige, noch zu viele oder beschädigte Pflanzen anpflanzen soll. Es gibt schnellwachsende und langsamwachsende Arten. Bei der Ersteinrichtung eines Aquariums sollte man viele schnellwachsende Arten wählen, weil so schneller und mehr Schadstoffe abgebaut werden. Der Sauerstoffgehalt wird auf diese Weise erhöht. Drücken Sie mit dem Finger ein Loch in den Bodengrund. Die Pflanzen stecken Sie in dieses Loch und bedecken die Wurzeln mit Kies. Vorsichtig andrücken!

Nun bringen wir den Heizer, den Filter und das Thermometer an. Diese Dinge und natürlich die Beleuchtung sind die wichtigsten technischen Bestandteile eines Aquariums. Das Thermometer ist vor allem sehr nützlich, wenn im Sommer die Temperaturen stark ansteigen. Viele Aquarienfische benötigen Temperaturen um 25°C. Der Heizer erwärmt das gesamte Wasser gleichmäßig, jedoch muß er so angebracht werden, daß er von Wasser umspült wird. Das Wasser biologisch und mechanisch zu reinigen, das ist die Aufgabe des Filters. Ideal für die Ersteinrichtung ist „Filterstarter“. Er versorgt das Wasser mit allen Bakterien und Nährstoffen, die benötigt werden. Wir füllen das Becken nun weiter bis ca. 2-3 cm unter den Rand auf. Am besten nimmt man einen Mehrfachstecker um alle Geräte einzustecken. So unser Aquarium ist in Betrieb. Die Beleuchtung, die sich im Aquariendeckel befindet, sollte mindestens 12 Stunden am Tag in Betrieb sein, damit die Pflanzen gedeihen. Zuviel oder zuwenig Licht stört das Pflanzenwachstum im Aquarium. Das Wasser kann in den ersten Tagen etwas trüb sein, es klärt sich aber innerhalb von 3 oder 4 Tagen wieder auf. In diesem Zustand muß das Aquarium ca. zwei Wochen „laufen“, bis sich alles normalisiert und stabilisiert hat. Und dann können die Fische einziehen. Hier streiten sich die Experten. Einige sind auch der Meinung man könne mit dem geeigneten Bakterienzusatz Fische schon nach wenigen Stunden einsetzten. Wenn Sie jedoch auf NUMMER SICHER gehen wollen, lassen Sie das Becken ca. 2 Wochen in vollem Betrieb einlaufen bevor die ersten Bewohner einziehen können. Haben Sie ein Wassertest-Set zu Hause können Sie die Wasserqualität selbst auswerten. Sie können auch eine Wasserprobe zu Ihrem Fachhändler bringen um diese von ihm testen zu lassen.

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