Filterungssysteme

Das Prinzip der Filterung eines Aquariums ist grundsätzlich immer mechanisch und biologisch aufgebaut. Man setzt beide arten kombiniert ein.
Bei der mechanischen Filtrierung werden mit groben Filtermaterialien Kot, Futterreste, Pflanzenteile, kurz gesagt der gesamte Grobschmutz mechanisch aufgefangen bzw. filtriert.

Die biologische Filterung erfolgt dann innerhalb des feinen Filtersubstrats, wo sich wichtige Bakterien befinden. Diese Bakterien sind für den Abbau von Schadstoffen zuständig.
Das Wasser darf bei einer biologischen Filtrierung nicht zu schnell durchfließen, da vereinfacht gesagt, die Bakterien ihre Arbeit nicht zuverlässig verrichten können und mit der Zeit verhungern würden.
Bis genügend Bakterien im Filter vorhanden sind , können mehrere Wochen und Monate vergehen. Vor einen biologischen Filter sollte immer eine mechanische Reinigung erfolgen, damit der Filter nicht zu schnell verstopft.

Innenfilter

Diese Filter werden direkt in das Becken montiert. Das Wasser wird angesogen, durchläuft das Filtersubstrat und wird über die Pumpendüse wieder zurück ins Becken befördert.

Vorteile:

  • Keine Gefahr des auslaufens
  • Einfaches Handling
  • Durchflussmenge meistens regelbar
  • Diffusor bei den meisten Modellen verstellbar
  • Bei einigen Marken besteht die Möglichkeit den Heizstab zu integrieren

Nachteile:

  • Relativ kurze Standzeit, muss oft gereinigt werden
  • Bei Reinungsarbeiten Verschmutzung im Aquarium
  • Im Aquarium optisch störend
  • Durch grobe Ansaugschlitze kann es zur Jungfischfalle werden
  • Keine oder wenig Alternativen des Filtersubtrats

Topffilter

Das wohl am häufigsten eingesetzte Filtersystem. Topffilter sind für den Einsatz verschiedener Filtersubstrate sehr gut geeignet. Je nach Baugrösse werden diese Filtersysteme mit 4 Filterkörben geliefert. Diese Filter sind ausserhalb des Aquariums und werden mittels Schläuchen und Schlauchverbindungen mit dem Aquarium verbunden.

Vorteile:

  • Einsatz verschiedener Filtersubstrate möglich
  • Kein Platzverbrauch innerhalb des Aquariums
  • Der Filter ist leicht zugänglich
  • Keine Verschmutzung des Aquariumwassers während der Wartung
  • Relativ lange Standzeit
  • Einige Modelle besitzen eine regelbare, intergrierte Heizung

Nachteile:

  • Gefahr eines Wasseraustritts bei spröden, defekten Schläuchen und Schlauchverbindungen und unsachgemäss montierten Verbindungen
  • Grössere Topfilter haben in befüllten Zustand ein relativ hohes Gewicht
  • Nur bis zu einer gewissen Aquariengrösse als Einzelsystem einsetzbar
  • hoher Preis

Mehrkammer-Innenfilter

Der Mehrkammer-Innenfilter besteht aus 3 oder 5 Kammern aus Glas. Dieser Filter wird meistens vom Aquarienbauer direkt in das Aquarium geklebt. Die letzte Kammer dient als Klarwasserkammer, darin werden auch die Pumpe und der Heizstab integriert.

Vorteile:

  • Möglichkeit verschiedene Filtersubstrate zu verwenden
  • Relativ hohe Standzeit
  • Kein Auslaufen möglich
  • Heizstab kann im Filter integriert werden
  • je nach Bauart, grosses Fitlervolumen

Nachteile:

  • Nicht immer leicht zugänglich
  • Platzverbrauch innerhalb des Beckens, dadurch Wegfall des Wasservolumens

Filterbecken

Ein Filterbecken wird ausserhalb des Aquariums betrieben. Meistens unterhalb des Beckens, integriert im Untergestell/Möbel. Filterbecken kann man fertig kaufen oder leicht mit einem kleineren Aquarium selber bauen. Man kann mehrere Kammern für verschiedene Fitlersubstrate nutzen. Für grosse Becken ist dieses Filtersystem eines der besten Lösungen.

Vorteile:

  • Hohe Standzeit
  • Leicht zugänglich
  • Großes Filtervolumen
  • Keine Einschränkung beim Filtersubstrat
  • Außerhalb des Beckens, deshalb kein Verlust von Wasservolumen im Becken
  • Heizung kann im Filterbecken integriert werden
  • keine Verunreinigungen des Wasser bei Wartungsarbeiten

Nachteile:

  • Erfordert viel Platz im Unterschrank
  • Bei unsachgemäßer Installation, mögliches auslaufen

Schnellfilter

Der Schnellfilter dient eigentlich nur um Schwebeteile auszufiltern und nicht zur biologischen Filterung. Zusätzlich wird durch den Einsatz eines Schnellfilters für Strömung und gute Wasserumwälzung gesorgt. Das dient schlussendlich für einen besseren Sauerstoffhaushalt im  Aquarium. Um die Effektivität zu gewährleisten, muß die Schnellfilterpatrone oder der Schaumstoff regelmäßig (alle 2 Tage) gereinigt werden.

Vorteile:

  • Schwebeteile und sonstige Verunreinigungen werden schnell rausgefiltert
  • Sorgt für Strömung und erhöht den Sauerstoffgehalt im Becken

Nachteile:

  • Kurze Standzeit, muß oft gereinigt werden
  • Optisch störend
  • CO2 wird ausgetrieben
  • Manche Fische mögen keine Strömung

 

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1 Antwort

  1. Eugen sagt:

    Danke für den Artikel!!

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