Gesellschaftsaquarium

Das Gesellschaftsaquarium ist eine Form des Aquariums, bei der eine mehr oder weniger große Zahl von Fischen verschiedener Arten gemeinsam gepflegt wird. Es kommt dem Besitzer dabei weniger darauf an, das Leben der Tiere zu beobachten und daraus neue Erkenntnisse zu gewinnen, als einen schönen Zimmerschmuck sein eigen zu nennen.

Das Gesellschaftsaquarium hat durchaus seine Daseinsberechtigung. Es bringt vielen Menschen die Freude, die mit der liebevollen Pflege lebender Tiere und Pflanzen verbunden ist. Das Gesellschaftsaquarium soll in erster Linie schön sein, aber dennoch sollte man bei der Zusammenstellung der Fisch- und Pflanzengesellschaft nicht wahllos verfahren. Vor allem vereine man nicht Pflanzen, Fische und andere Tiere miteinander, die auf Grund ihrer gänzlich anderen Lebensansprüche und Verhaltensweisen schlecht oder gar nicht zueinander passen. Es ist selbstverständlich, daß sich Raubfische und Friedfische nicht vertragen, ebensowenig wie sehr ruhige und sehr bewegliche Fische zueinander passen. Auch die Ernährungsweise der Fische muß einigermaßen übereinstimmen, und Fische und Pflanzen müssen sich in ihren Temperaturansprüchen ähnlich sein.

Es gibt aber noch eine ganze Reihe feinerer Gesichtspunkte, die man berücksichtigen kann. So sind beispielsweise die meisten Salmler Schwarmfische, lieben also die Geselligkeit. Daraus darf man aber nicht den Schluß ziehen, daß man wahllos eine beliebig große Zahl von Paaren dieser beliebten Aquarienfische miteinander vereinen darf. Es bestehen feine Unterschiede im Verhalten, die dann unter Umständen dazu führen, daß sich die Fische nicht wohlfühlen und blaß und unlustig in den Ecken und zwischen den Pflanzen stehen.

Es ist in jedem Falle besser, weniger Arten, dafür aber diese in größerer Individuenzahl im Gesellschaftsbecken zu halten.

Zwei Neonsalmler gehen in einer Vielzahl anderer Fische unter, ihre glänzenden Farben wirken nicht; zwanzig Neonsalmler dagegen, zum Schwarm vereint, sind in ihrer Farbwirkung unübertrefflich.

Kein buntes Allerlei soll also unser Gesellschaftsaquarium beherbergen, sondern eine wohlüberlegte Gesellschaft von Tieren und Pflanzen. Die Frage, die zum Ziele führt, muß lauten: Welche Tiere und welche Pflanzen stimmen in ihren Lebensansprüchen und in ihrer Lebensweise so miteinander überein, daß man sie gemeinsam pflegen kann?

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