Standort des Meerwasser-Aquariums

Der Platz, an dem das Aquarium aufgestellt wird, ist in vielfacher Hinsicht von einiger Bedeutung. So soll der Standort einerseits biologisch am günstigsten sein, andererseits stellt das Aquarium in vielen Fällen auch ein Schmuckstück für die Wohnung dar und soll nach innenarchitektonischen Gesichtspunkten aufgestellt werden. Beide Faktoren miteinander in Einklang zu bringen, ist nicht immer einfach. Die Einrichtung eines Meerwasser-Aquariums soll schon zu ernsten Ehekrisen geführt haben, einerseits wegen der verschiedenen ästhetischen Vorstellungen, andererseits aber auch wegen der Gefährdung des übrigen Mobiliars durch Seewasserspritzer.

Auf jeden Fall muß man sich vor der Anschaffung eines Beckens darüber im klaren sein, wo es aufgestellt werden soll und ob man ein rein „funktionelles“ Aquarium haben will, etwa in einem laborähnlichen Arbeitszimmer, bei dem äußerlich ästhetische Fragen keine Rolle spielen, oder ob, was meist der Fall ist, das Aquarium Teil einer Zimmereinrichtung sein und somit auch einen innenarchitektonischen Schmuck darstellen soll. In diesem Fall muß sich das Becken, das im Prinzip ein Fremdkörper in einer Wohnung ist, so gut wie möglich dem übrigen Interieur anpassen. Schon vom Beckentyp her kann man eine entsprechende Auswahl treffen.

Durch Leichtmetall- oder Plexiglasaquarien sowie andere moderne Formen, durch Kaschieren des Aquariengestells mit Holz, Kunststoff, Marmor usw., sowie durch die verschiedensten Arten von „Aquarienmöbeln“, die man sich bei einigem technischen Geschick auch selbst herstellen kann, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das Becken zu einem organischen Teil der Zimmereinheit zu machen. Beim Neubau eines Hauses kann man Aquarien auch in Innenwände einbauen lassen oder vom Architekten bzw. Innenarchitekten eine solche „Unterwasserlandschaft“ zu einem besonderen Anziehungspunkt der Wo -nung gestalten lassen. So sind bei der Auswahl des Stan -ortes eines Aquariums sowohl hinsichtlich eigenen wie fremden Ideenreichtums wie auch der eigenen Finanzkraft vom Thema her keine Grenzen gesetzt.

Unabhängig von der Art des Beckens und dessen ästhetischer und innenarchitektonischer Bewertung müssen stets einige allgemeine Richtlinien berücksichtigt werden. So sollte man ein Aquarium stets so aufstellen, daß man die Tiere bequem beobachten kann. Dem entspricht eine ungefähre Hohe des Unterbaues (Gestell, Schrank usw.) von etwa 70 cm. Allerdings hängt die Höhe von den jeweiligen räumlichen Gegebenheiten ab. So sollte ein Becken direkt in einer Couchecke, wo man am Aquarium sitzt, um einiges niedriger auf-gestellt sein, während in einem Flur, in dem man sich normalerweise stehend aufhält, ein Becken auf einem entsprechend höheren Gestell stehen müßte.

Des weiteren sollte man die übrige Wohnungseinrichtung vor dem Aquarium, genauer gesagt, vor dem Seewasser schützen. Täglich muß man ans Becken; wöchentlich sind daran größere Arbeiten notwendig. Seewasserspritzer sind dabei unvermeidlich. Die Möbelpolitur leidet darunter ebenso wie Fußbodenlack, Parkettboden, Teppichboden oder auch ein Teppich So hält man entweder diese Gegenstände von vornherein vom Aquarium fern oder deckt sie vor dem Hantieren am Becken mit alten Decken, einer Kunststoff-Folie o.  a. ab.

Foto: originally posted to Flickr as 060916 M’s Aquarium 01

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